Symphonic Pocket
Sara Cubarsi, Simon Bahr, Jiaying He und Isaac Roth Blumfield
05.12.2025
19:30 Uhr





Das catinblack ensemble lädt herzlich zur ersten Ausgabe seiner neuen Konzertreihe in der Szene 10 in Essen ein! In dieser Reihe verbinden sich unterschiedliche musikalische Welten mit neuen Begegnungen, alten Geschichten und frischen Perspektiven. Jedes Konzert öffnet einen Raum zum Entdecken – von Musik, Stil und Geschichte ebenso wie von Menschen. Unser Ziel ist es, Musik in all ihren Facetten näherzubringen und die kulturelle Vielfalt Nordrhein-Westfalens zu stärken. Die Aufführung zeitgenössischer Kompositionen zeigt: Musik ist keine statische Kunstform. Sie lebt vom Wandel, von Neugier und von der Lust, neue Ausdrucksformen zu finden. Die Förderung junger, innovativer Ideen und die Verbindung unterschiedlicher künstlerischer Ausdrucksformen inspirieren uns zu einer spannenden, vielfältigen und emotional bewegenden Zukunft. In der ersten Ausgabe erwartet Sie ein buntes Programm, das von Freundschaft, Theater,
Innovation und musikalischer Verkleidung geprägt ist.
Zum Abschluss der Konzertreihe öffnet das catinblack ensemble den Raum für frische Impulse: Junge Komponist:innen präsentieren Werke, die eigens für diese Besetzung entstanden sind – Klang gewordene Entwürfe einer kommenden musikalischen Sprache. In unserem Symphonic Pocket verdichten sich Ideen zu Form, Neugier und Klang. Dabei wird das symphonische Potenzial eines tiefen Streichtrios erforscht. Hier begegnen sich individuelle Kompositionsstile, suchen nach Resonanz und bringen das Ensemble in neue Bewegung. Entstanden ist jedoch kein Abschluss, sondern ein Ausblick: ein hörbares Statement für eine lebendige, offene Zukunft der Musik.
Programm
● Sara Cubarsi (1991): „Jauchzet!“: Ein Topos enharmonischer Freuden (2025) (für Trio Basso und Sinustöne)
● Simon Bahr (1994): The Pompous Pocket Orchestra ist ein Orchesterstück ohne Orchester (2025)
● Jiaying He (1997): „Cette porte ne s’ouvre pas“ (2025)
● Isaac Roth Blumfield (1996): The Great Emptying (2025)
Alle Stücke sind Uraufführungen
9€/5€
karten@szene10.de
016099255623
Über die Werke
Sara Cubarsi (*1991): „Jauchzet!“: Ein Topos enharmonischer Freuden (2025) (für Trio Basso und Sinustöne)
“Dieses Stück ist eine Studie ekstatischer und unaufhörlicher Destabilisierung – ein struktureller Raum, in dem enharmonische Verwandlungen vielfältige Arten von Freuden ausdrücken. Es erkundet, wie sich ein harmonisches Feld in ein anderes hineinbiegt, hineinschwingt oder hineinverwandelt und dabei ein komplexes Netzwerk rational verwandter Klänge webt. Der Titel ist inspiriert von Bachs ausrufendem ‘Jauchzet!’ in seinen Werken BWV 248 und BWV 51, mit
Naturtrompeten.” (Sara Cubarsi)
Simon Bahr (*1994): The Pompous Pocket Orchestra ist ein Orchesterstück ohne
Orchester (2025)
The Pompous Pocket Orchestra ist ein Orchesterstück ohne Orchester: Es entwickelt sich langsam von Konzert zu Konzert, indem Fragmente aller vorherigen Aufführungen im Playback akkumuliert werden, wodurch das Stück in einen Dialog mit seiner eigenen Vergangenheit tritt. Es ist völlig offen in der Instrumentierung und bietet allen Musiker:innen einen großen
Gestaltungsfreiraum. Es entscheidet sich gegen eine großformatige Orchesterpartitur und glaubt, dass weniger mehr sein kann. Ich freue mich sehr darauf, das Stück zusammen mit dem catinblack ensemble zum Leben zu erwecken! (Simon Bahr)
Jiaying He (*1997): „Cette porte ne s’ouvre pas“ (2025)
„Cette porte ne s’ouvre pas ist ein Komposition, das sich mit Unterbrechung, Wiederholung und nichtlinearer Struktur auseinandersetzt. Sprache setzt an, ohne sich zu vollenden; Rhythmus versucht, Ordnung zu schaffen, zerfällt jedoch im Zyklus. Zwischen Bewegung und Klang entsteht eine Spannung, die im Unsteten und im Aufschub verharrt. Das Werk verweigert sich einem linearen Verlauf und verzichtet auf klare Richtung. Stattdessen entsteht durch gescheiterte Anläufe, fragmentierte Sprache und zerfallende rhythmische Strukturen ein fortlaufender, aber instabiler Zeitkörper – ein Zustand, der durchquert und ausgehalten werden muss. In diesem Rahmen wird das Verharren, das Nicht-Zurückweichen, zu einer leisen Form von Mut. Das klangliche Material besteht aus Sprachfragmenten, körperlichen Geräuschen, mechanischen Rhythmen und elektronischem Tape – und verweist auf eine räumliche Erfahrung des Nicht-Eintretens: ein Zögern vor einer Tür, ein andauernd unbeantwortetes Dasein. Manche Türen sind nicht verschlossen, und bleiben doch geschlossen. Und selbst dann kann der Weg, unter den Füßen, weitergehen.” (Jiaying He)
Isaac Roth Blumfield (*1996): The Great Emptying (2025)
The Great Emptying ist eine mehrsätzige Suite für tiefes Streichtrio, die imaginäre Welten erforscht, die sich zwischen Realität, Fantasie, Gegenwart und Erinnerung bewegen und eine spannungsgeladene, traumartige Erzählung aufbauen. Die Instrumente wechseln ihre Identität, mal als Landschaften, mal als geisterhafte Stimmen, mal als gewalttätige Agenten, die die Realität, in der sie existieren, aufzubrechen drohen. In dieser Welt gibt es Geister, Wüsten, Insekten, Magie und Hexen. Obwohl es keine Erzählung oder einen Text gibt, suggeriert dieses Werk für mich eine Welt, die von den Resonanzen der Folklore, der Fantasie und des Horrors heimgesucht wird – Welten, in denen die Dinge nie so sind, wie sie zu sein scheinen, in denen Schönheit, Schrecken, Freude und Fremdheit ineinander übergehen.
Das catinblack ensemble wird gefördert durch


